Verbleib

Hey folks!,

ein Weilchen her als ich meinen letzten Post verfasst habe. Ich denke es wird mal Zeit das ich diesem Blog einen Schlussstrich setze.

Dieses Jahr wäre auf jeden Fall nicht möglich gewesen ohne die kräftige Unterstützung meiner Familie. Das Jahr hat mir unter anderem bewiesen das keiner den Platz meiner Familie ersetzen könnte. Schon gar nicht eine amerikanische!! Soll nicht heißen das ich nicht gerne mit ihnen zusammen gelebt habe, aber es ist schon doch eine Gewöhnungsbedürftige Sache. —> siehe Meine Gast-Familie

Ich habe mich mittlerweile sehr gut in mein altes Leben einleben dürfen und mein Akzent hat sich zu meinem Bedauern auch noch nicht ganz verflüchtigt. Aber die Neigung zum Wechsel in die englische Sprache hat sich Gott sei Dank ganz verabschiedet.

Mehr gibt es wohl nicht zu vermerken.

Ich wünsche meinen vielleicht neuen Lesern viel Spaß beim Lesen. Für aufkommende Fragen werde ich immerzeit verfügbar sein. Einfach nur als Comment zum Bericht schreiben.

Liebe Grüße,

Tobi

Die Tage sind gezählt

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurück blicke … spüre ich doch ein gewissen Stolz. Es war ein hartes aber sehr lehrreiches Jahr. Selbstverständlich wäre das alles ohne meiner Eltern nicht möglich gewesen. Allein das Gefühl zu haben das man sich bei ihnen Schutz suchen kann, wenn nötig, was ich glücklicher Weise nicht oft brauchte. Denn dieses Jahr hat mir sehr viel dabei beigeholfen etwas mehr Selbstbewusstsein und Verantwortung zu übernehmen … auch wenn es nur ein wenig ist ;-P Immerhin etwas.

Ich habe nun ja schon Urlaub und fange schon langsam an mein Gepäck reisebereit zu packen. Leider kann ich mir keine Einkäufe oder irgendwelche Extras gönnen, da ich all das Geld das ich nun noch zur Verfügung habe, notfalls für Übergewicht für meine Koffer am Flughafen benötigen werde.

Ich freue mich schon endlich wieder mein altes Leben mit neuer Motivation aufzugreifen.

Lake Powell

Ich war nun diese Woche mit meiner Gastfamilie runter nach Utah an Page vorbei, mittlerweile war ich dort schon vier Mal mit unterschiedlichen Leuten. Der große Stausee der dort in der Nähe vom großen See „Powell“ liegt, scheint mich nicht in Ruhe zu lassen. Der See überzieht sich in eine ernorme Größe. Das Wasser das in diesen See fließt, kommt aus den Havasupi Falls in den Grand Canyons. Dieser See ist sehr beliebt, da er alles erforderliche was ein Camper braucht dort erhältlich hat und weil das Wasser über die Sommerzeit sehr angenehm ist.

Lake Powelll

Wenn ich ankam sah ich Jetskis, viele Wohnwagen, Quats und Dirtbikes machen die Gegend zu einem recht angenehmen Urlaubsort. Die Sonne gab mir viel Bräune, das einzige worüber ich mich zu beklagen habe, ist das immerständige steigende Wasser und der vor allem am Mittag stürmende Sand in meinem Gesicht. Das Wasser kommt durch das schmelzende Schnee in Colorado zu Stande und der Wind durch die rasenden Schnellboote im Gewässer.

Mein Geburtstag wurde auch mit einer Torte, einem Linientanz und gut gelaunter Stimmung gefeiert. In allem, es war bescheiden. Die Luft fühlt sich wie zuvor an. Mein Siebzehntes Lebensjahr scheint nicht viel geändert zu haben.

Eine schöne Bescherung

Gerade an dem Tag der Graduation, fing es wieder ohne jegliche Pause an zu schneien. Da krieg ich die Flöhe. Der folgenden Nacht wurde auch unser Strom über zehn Stunden durch ein Schneesturm unterbrochen. Bäume fielen und meine Gast Familie und ich setzten Kerzen aus. Der Stromausfall saß erst dann ein, wenn Keith (chinesischer Austausch-Schüler) eine Dusche nahm und meine Schwester ein Film ansah. Keith fiel bei Eintritt des Stromausfalls aus und versuchte dennoch verzweifelt seine Dusche noch zu Ende zu führen. Stephanie fing an nach „DAAAAD“ zu schreien, der aber mit einem Strategie Spiel auf seinem Handy beschäftigt war. Mutter zündete die Kerzen aus und ich sah mir all dies an mit einem Wunder der Technik in meiner Hand. Einer Taschenlampe.

Schnee O_o

Und nochmal raus in die Wildnis

Nun ist es schon das dritte Mal in Folge, dass ich am Wochenende Camping gegangen bin. Doch dieses Mal war es etwas anders. Dieses Mal bin ich mit Freunden unterwegs gewesen. Mit dabei waren auch viele Fischruten und ausreichend Essen und Drinken für unterwegs. Freunde im selben Alter zu haben und sogar einen Führerschein haben und große Trucks besitzen.

Hunting

Wir sind dann also am frühen Morgen raus in den „noch“ zwitschernden Wald spaziert. Da wir keine Elche schießen durften, begaben wir uns mit Eichhörnchen, Vögeln und all den anderen kleinen Säugetierchen zufrieden. Ich hatte zwei Vögelchen vors Korn bekommen und auch entsprechend als meine Beute bezeichnen dürfen. Das Jagen macht mir nun keine so große Umstände mehr. Es machte Spaß mit ein paar Freunden mal ohne Erwachsenen die wilde Sau rauszulassen und die wilde Jugend mal ein wenig zu erproben.

Nur noch eine Woche Schule 🙂

Purple & Gold POWER!!

Ich habe nun diese Woche mal ein wenig mehr Luft. Dennoch hat sich hier das Leben weiter bewegt.

Diese Woche wurde ich zu einem Co-ed gefragt. Das spezielle daran ist das Mädchen die Jungs einladen. Alle Kosten gehen auf sie und Planung und alles. Ach schön das Gerechtigkeit auf der Welt noch ein klein wenig vertreten wird.

Unsere Schule besteht aus den Farben lila und Gold. In den Schule der Staaten, wird mehr für Sozial Leben als für Lehrstoffe ausgegeben. Es ist unglaublich wie viel Geld sie nur für Unterhaltung verpulvern. Aber was kümmer ich mich darum? Diese Woche wurde jedes Schülers seines „Spirits“ unter Beweis gestellt. Jeden Tag ein verschiedenes Thema und passend dazu gekleidet. Mal als ein Bürokrat, Minenarbeiter, Pajama Party, lila & gold u.a.

Für mich heißt es nur noch eine Woche Schule. Jippieeee

Camping

Zwei Wochen war es her als ich mit meiner Familie zum Camping gegangen sind. Aber da wir dieses Wochenende auch Camping gegangen waren, fasse ich beides einfach zusammen.

Das erste Mal fuhren wir mit unserem Wohnwagen zu einem nettem Camping Platz in der Nähe von Sunrise, einem Ski Gebiet. Wir fanden ein Platz für uns wo wir unsere Privatatmosphäre haben konnten. Wir nahmen unsere Squats mit und fuhren hauptsächlich mit den Squats herum. Als Besuch von guten Freunden am nächsten Tag kamen, schossen wir mit einer Ruger und einem anderen Kaliber auf Zielscheiben.

Squats vor dem Teich

Diesriger Camping war etwas anstrengender. Ich nahm eine Süd Koreanische Austausch Schülerin mit zum Camping, sie wohnte in St. John … etwa eine Stunde entfernt von wo ich wohne. Die Freunde von letzter Woche waren auch anwesend und wir spielten alle zusammen ein Football und „Hike & Seek“ zusammen. Kids Gruppenbild

Es war glaub ich für mich meine erste Erfahrung mit einem Wohnwagen. Es war super.

Am Mittag machte sich meine Familie und Ich auf den Weg nach Flagstaff um einen ehemaligen Austausch Schüler abzuholen. Er ist aus China und bekam sein Diplom auf derselben Schule auf der ich war und ging danach auf ein College um für Medizin zu studieren. Er möchte unbedingt Zahnarzt werden, und da in Hong Kong ihm diese Chance nicht gegeben ist, beschloss er hier zu studieren um später zurück nach China zu gehen und dort eine Zahnarztpraxis zu eröffnen.

Sein Name wird „Kit“ geschrieben wird dennoch „Keith“ ausgesprochen. Gestern erfuhr ich dann eine lustige Sache, als meine Gastschwester mit einer ihrer Freundin geredet hatten und sagten „Ja Toby und Keith waren … “ und auf einmal fingen sie an sich anzusehen und loszulachen. Später fand ich heraus das es im Country Business ein Sänger namens „Toby Keith“ existiert. Von dort an fingen sie Keith und mich zu traktieren, ob wir evtl. eine Musik Platte mit den Namen „Toby & Keith“ kreiiren würden.

Ja … seeeeehhhrrr lustig.

Wie war Prom?

Habe die letzte Woche einiges erlebt, fange aber erst mal mit dem zwei Wochen zurück liegendem Ereigniss an. Wie war Prom? Nun haben mich schon einige diese Frage gestellt, und nun antworte ich sie euch.

Ja ich hatte mir noch ein Date besorgen können. Auf dem Bild seht ihr mich bevor ich sie abgeholt hatte.

Welpe

Als ich aufstand holte ich mein Date erst ganz in normaler Kleidung ab zum Go-Kart fahren mit ein paar Freunden. Es war sehr amüsant … vor allem warum hier in Amerika ein Fahrerlizenz erforderlich ist, um die etwas schnelleren so genannten „Fast Track“ Karts zu fahren. Hehe … nur so schön das Amerikaner ganz schön dumm aus sehen wenn ich meinen Personalausweis vorführte … denn die Ticket-Verkäuferin sah mein Ausweis an und dachte tatsächlich das es meine Fahrerlizenz sei.

Nachdem wir uns auch noch mit Mini Golf amüsiert hatten (2 Hole In One!!) setzte ich mein Date bei ihr zu Hause ab um ihr die Zeit zum fertig machen zu gewähren. Ich statt dessen entschloss mich ein wenig in Figur zu verschaffen. Na ja … ich weiß nicht was ich darunter verstehe, aber eine Gewichtstange ins Auge zu donnern gehört nicht gerade zu meiner Vorstellung von „in Figur schaffen“. Wenn ihr das Bild etwas genauer betrachtet, seht ihr ein etwas geschwollenes linkes Auge.

Wie dem auch sei. Als es Abend wurde, und ich mich in meinen Anzug gezwängt hatte, holte ich die Ansteckblume für mein Date ab und machte mich auf den Weg zu ihr. Sie nadelte mir die Blume an meine Jacke und ich steckte ihr Armbandsblume um ihr Handgelenk. Nun war es endlich Zeit und wir gingen zum Abend Essen. Mein Gastvater beschloss uns bei dem Kino wo die Prom statt fand auszulassen, denn dort in der Umgebung sind genügend Resteraunts.

Ich war sehr froh über diese Entscheidung. Erst mal konnte ich meine Essensmanieren zurück in die Ecke meines Gehirnszimmer schmeißen und meine Geldbörse in der Jackentasche ruhen lassen. SANDWICHES, GETRÄNKE, EIS, MUFFINS … ALLES UMSONST… Jalalalhalalalaaaa ..

… eh … springen wir zum nächsten Kapitel über. Prom … Fotos geschossen … getanzt. Getanzt … und wie haben wir getanzt. Ich fühlte mich wie neu geboren, endlich bekam ich wieder schöne House Klassiker zu hören. Ja … damit hat sich das Homecoming endlich ausgegleicht, denn diese Musik wurde glaube ich von einem Lehrer (oder war es der Hausmeister) aufgesetzt. Jedenfalls nicht sehr schön. Doch diese Musik wurde von einem ASU College Studenten aufgesetzt und sie die Musik ließ sich hören.

Zum Abschluss gingen wir in den Horror Film „Prom Night“ der sich aber für mich mehr als eine Lachnummer entpuppte. Wie immer in einem amerikanischem Horror Film, spielt eine sexy Frau die Hauptdarstellerin im Film. Nichts gegen ihre Schauspielerkunst, ich glaube eher dass der Produzent da ein wenig unerfahren an die Sache rangegangen ist. Bitte … das Skript von dem Film war ja völlig reif für die Mülltonne. Wer erschrickt sich bitte über seine eigene Mutter im Spiegel (na ja am Morgen ist es nachvollziehbar ;-P), aber anderes Beispiel. Dieses Mädchen schlief neben ihrem Freund im Bett … sitzt sich auf, grübelt ein wenig nach, und erschrickt sich schließlich wenn ihr Freund langsam neben ihr ebenfalls aufsitzt und aufkreischt!! WAAHAHH …. was für eine Spannung. :-\

Egal … das war alles für diesen Tag. Aber ein schöner Tag.

PS: In etwas mehr als einem Monat geht es endlich zurück nach Alemania!!

Havasupai Hike

Vergangenes Wochenende war ich endlich mal den Grund des Grand Canyons erforschen. Schweres Gepäck wurde auf die Maultiere festgeschnürt und die elf Meilen lange Wanderung nur mit ein paar Power Bars und Wasser im Camelback. Zu Fuß brauchte man drei Stunden. Ich hätte knapp für $80 den Helikopter genommen, der im Vergleich nur zwei ganze Minuten bis nach ganz unten braucht.

Das Klima wurde spürbar wärmer, um so mehr man nach unten gelang. Das Wasser ging einem aus und die ersten Blasen machen sich auf den Füßen breit. Doch angekommen verblasst Durst und Schmerz. Denn unten angekommen bietet sich eine fast tropische Umgebung. Am Camping Platz angekommen, hört man das Rauschen des Wasserfalls im Hintergrund. Alles woran ich dachte, war einfach nur ins kühle Nass (was sich später als eiskalt herausstellte) zu springen und einmal unter dem Wasserfall zu stehen.

Havasupi Fall

Doch daraus wurde nichts. Es ist beinahe unmöglich gegen die Strömung anzukommen um unter den Wasserfall hindurch schwimmen zu können. In allem hatten wir nur ein Zelt aufgestellt, der nur für die Kleidungswechsel vorgesehen war, geschlafen wurde draußen mit Schlafsack auf dem Boden ohne jeglichen Dach. Das war für mich das erste Mal … ein seltsames Gefühl aufzustehen und von Kälte umzingelt zu sein, das rauschen vom Fluss zu vernehmen und erst dann fest zu stellen, das man gerade draußen in der Wildnis genächtigt hat. Mein Rücken und andere empfindliche Stellen taten mir weh. Denn Wurzeln und Steine ließen mir keine Möglichkeit mich zu wenden. Zudem kommt es das ich mir neue Freunde im Schlafsack gemacht hatte. Da wäre Froggi der Frosch, Tausendüßler die Raupe, und am Ende ein herumstreunender Hund. Die Freundschaft mit der Raupe war jeddoch nach einer kleinen Handbewegung zu Nichte gemacht worden. Es war keine Absicht.

Der Ball ist am Samstag. Morgen werde ich mit ein paar Freunden zum Bowling spielen gehen und darauf den Tag noch einen Besuch beim Arzt abstatten, bzgl. meiner Verletzung an der Hüfte.

Prom Night

Die nächsten Tage steht die Prom Nacht an. Wie vielleicht der eine oder andere weiß, muss man nun mal mit einer Begleitung dort auftreten. Jetzt fragt ihr euch … „Muss“? Ja diese Frage habe ich mich auch schon gestellt.

Dennoch wird man gezwungen ein Date auszusuchen. Etwas schwierig bei dieser Auswahl die man hier geboten bekommt. Vielleicht liegt es ja an mir das ich mir nicht einfach ein Mädchen aussuche aus Spaß. Fangt jetzt nicht an über mich zu lästern, aber ich bevorzuge lieber irgendwo alleine hinzugehen, als mit einem Mädchen als Begleitung zum Ball zu gehen,  die man kaum kennt oder überhaupt nicht. :-\

Ich stehe vor einem mich auslachendem Fragezeichen.

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