Zweites Semester und somit auch zweites Halbjahr

Die Zeit verfliegt so schnell, ich kann kaum hinterher blicken. Nun starte ich schon im zweitem Semester durch und es ist nicht mehr lange, bis ich den Flug nach Hause antreten darf. Bis dahin habe ich aber noch spannende Momente zu erleben. Ende dieses Monats werde ich für eine Woche nach Hawaii fliegen und richtig schön Urlaub genießen und mir die tropische Atmosphäre gönnen.

Doch davor ist erst einmal Schule angesagt. Ich habe vier neue Fächer bekommen. Da wäre Mathematik, was mir dank deutscher Bildung an sich ganz leicht fällt. Ich habe zwar noch mit den einen oder anderen Fachbegriffen zu kämpfen, aber die Aufgaben an sich, die über kleine Gleichungen und Geometrie-Grundwissen handeln, keine all zu große Probleme.

Dann habe ich noch Geschichte, was für mich ganz interessant ist. Ich lerne in dem Fach nicht nur etwas über die bescheidene amerikanische Geschichte, sondern auch um aktuelle Geschehnisse rund um die Welt. Das tut mir ganz gut, denn in den amerikanischen Nachrichten kriegt man nicht viele Neuigkeiten aus anderen Ländern, es sei denn der Präsident oder die Truppen befinden sich dort. Präsident Bush verbringt, wie euch bestimmt bewusst, seine letzten Tage als Präsident in Israel. Bzgl. dieses Themas bin ich auch gespannt, wer der oder die nächste Präsident/in von Amerika sein darf. Irgendwie mag mir keiner der momentan möglichen Kanditaten gefallen, aber ich denke der jenige wird auf jeden Fall besser als der Vorgänger sein.

Zurück zur Schule. Im dritten Fach, einer meiner Favoriten, habe ich Grafik Design. Dieses Fach gefällt mir deswegen so gut, weil ich mich endlich mal mit einer meiner kleinen Hobbies mehr auseinander setzen kann. In dem Fach erarbeiten wir uns mit Hilfe eines Computer ein Design, wie ein selbstkreiertes Notzbuch oder kleine Sticker, und drucken sie dann mit alten Geräten aus. Heute habe ich mein Notizbuch fertig bekommen, vielleicht kann ich euch das Design früher oder später noch hier reinstellen.

Im letzten Fach habe ich wie im letzten Semester zuvor Theater und es gefällt mir bislangen ganz gut. Wir nehmen momentan „Sommernachtstraum“ von Shakespeare durch, und mir fällt die Betonung der Dialoge noch ein wenig schwer, aber es entwickelt sich zum besserem.

Über die kleinen Köter und den Wetterverhältnissen

Vergangenem Samstag Abend war unter anderem ein Bowlingabend aller Austausch Schüler aus Show Low und Lakeside um die neue Österreicher Studentin kennen zu lernen.

Zudem kam es aber das meine Gastfamilie zu einem Basketspiel gehen wollte. Ich hatte mich auf ein gewöhnliches Basketspiel eingestellt, dennoch entpuppt sich das Spiel als etwas spezielles, ein Spiel für Charity. Um Geld für verarmte Kinder in Amerika zu sammeln. Es spielten die White Mountain Firefighters Association gegen die Tiny Tykes (Kleinen Köter) und den Namen trägt das Team zu Recht. Das Team besteht aus etwa 91 cm großen Spielern, die es aber wirklich in sich haben. Sie trafen aus jeder Entfernung, aus dessen Entfernung ich etwa fünf Versuche benötige.

Der „bekannteste“ Spieler heißt Phillip Duran, genannt Micro Man Duran. Er hat in vielen Werbesendungen und Fernsehsendungen mitgewirkt, unter anderem in dem Film „Howard the Duck“ als Stuntman für die Ente. Wenigstens etwas.

Was das Wetter angeht scheint der Sturm aus Kalifornien hier angereicht zu sein und reichlich Schnee abzulassen. Ich lasse mir es gefallen und genoß den durch den Sturm entstandenen freien Schultag.

Student aus Österreich angekommen

Heute bin ich mit Freunden meiner Familie zum Flughafen gefahren, um eine Austausch Schülerin aus Österreich in Empfang zu nehmen. Demselben Flughafen indem ich angekommen bin. Mit einer kleinen schäbigen Blechdose, bestehend aus ein paar Sitzen. Wie auch immer,  in dem kleinem ein ,-und aus Checkhäuschen, was im Vergleich zum Frankfurter Flughafen nur so groß wie ein Restaurant ist, empfingen wir das Mädchen im Alter von siebzehn Jahren und dort kamen mir der Gedanke wie lange ich nun schon hier bin. Über fünf Monate sind vergangen, seitdem ich in Show Low angekommen bin. Ich kann nicht beurteilen ob es eine kurze Zeit oder eine Ewigkeit war. Es ist irgendwie beides.

Das Mädchen war sichtlich geplagt von vielen gemischten Emotionen. Erleichterung, Schüchternheit, Heimweh und Müdigkeit. Wenn ich mich daran erinnere wie ich hüpfend in die Arme meiner Gasteltern gefallen bin, muss ich sagen ich war wohl ein Einzelfall mit dieser Reaktion. Meine Müdigkeit hatte ich in dem Moment voll Aufregung völlig vergessen.

Was mir über die Tage nun auch auffällt, wenn ich mal meine Deutschkenntnisse wieder anwende, dass ich anfange Englische Wörter ins Deutsche zu übersetzen. Nicht weil ich das Englische Wort nicht weiß, sondern weil ich das Deutsche  gesuchte Wort nicht weiß. Das beängstigt mich doch irgendwo … im positivem Sinne.

Happy New Year

Auch wenn dieses Silvester ohne großem Feuerwerksspektakel statt fand, so entdecke ich immer wieder pure Freude die mir keiner nehmen kann. Die digitale Uhr an dem Ofen sagte mir, dass das neue Jahr angebrochen ist, und nichts passierte, außgenommen der Notiz von der Großmutter, die während dem Solitair das neue Jahr mit ein wenig herumgesumme der Melodie von Auld Lang Syne ankündigte. Dieses Lied lässt den automatisch schöne Erinnerungen aufkommen, was sich ganz gut mit dem Inhalt des Liedes zusammenpasst.

Silvester feierte ich mit einem kleinem Schluck Killepitsch mit meinem Vater, die Mutter hatte für mich ungläubiger Weise das neue Jahr glatt überschlafen.

Ich hoffe dennoch das ihr alle ein schönes Silvester hattet und zu schätzen wisst, dass wir befugt sind mit Feuerwerkskörpern zu spielen.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr 2008!!