Heute morgen wurde um 3.00 Uhr aufgestanden und ohne jegliche Frühstück (nur Kaffee mit einem Schuss Schokolade, Zucker und Milch) zum Jagdpunkt gefahren. 2 Stunden betrug die Fahrt und führte in die Nähe von Phoenix, in einem abgelegenen Städtchen mit großen Weiden, der ideale Ort zum jagen.
Noah auf Spähe

Ich fuhr also mit Vater Don, meinen 2 Gastgeschwister Phillip und Noah, und Labrador Bailey durch das trockene Gelände, das mit ein paar offenen Wasserpipelines ausgestattet war. Da ein paar nicht aktiv waren und ausgetrocknet waren, nutzten wir diese als Schanze. An dem Tag durften nur Vögel geschossen werden. Pro Person 10 Vögel am Tag. Resultat des Tages waren aber nur insgesamt 2, geschossen von Don. Den ersten Treffer tätigte er direkt am ersten Punkt. Eine Gruppe von Vögeln lungerte auf dem Boden herum. Eins von ca. 20 wurde dann von Don erwischt. Dann kam der Moment vor dem ich mich den ganzen Tag zuvor gefürchtet habe. Der Vogel war nicht Tod, der Todestoß musste folgen. Noah schlug vor es einfach zu erschießen. Aber Don bevorzugte eine andere Variante, die Fotos habe ich mir freiwillig verkniffen habe. Er ließ den 5-jährigen Labrador „Bailey“ zum Vogel und ließ ihn einmal zubeißen und ließ es sich anschließend bringen. Dann kam es schlimmer, der Vogel hat den Löffel immer noch nicht abgegeben. So packte Don den Kopf des Vogels und schmiss ihn in einem gelernten Winkel auf dem Boden, sodass ich nicht mitbekam, wieso der Kopf des Vogels auf einmal vom Körper abgetrennt war. Die letzten Befehle strömten noch durch den Kopf des Vogels, indem der Vogel noch kläglich sein Schnabel auf und zu bewegt. Die letzten Nervenimpulse strömen durch den Körper.
Ich hob den Körper dann auf und es fühlte sich wirklich komisch … und neu an. Der Körper zuckte, als würde die Organe noch ihren Prozess fort führen. Ich dachte auch, dass das Herz weiter schlug. Bis es es langsamer und langsamer wurde und schließlich abstarb. Der Körper blieb aber noch warm, von den Kugeln die seine Flügel verkrüppelten.
Es war für mich keine tolle Erfahrung, aber ich dachte mir es war eine notwendige Erfahrung. Ich denke das sowas überwunden werden sollte. Wir sind aufgewachsen als Jäger und verbleiben heutzutage größten Teils in Verweichlichung. Es ist jedermanns Ansichtsache, ob er das einmal erlebt haben möchte oder nicht. Ich denke es ist vergleichbar mit dem ersten Fang eines Fisches. Man fängt ihn, man schlägt ihn tot, köpft ihn und nimmt abschließend die Gedärme aus. Letztendlich läuft alles auf das gleiche aus. Man tötete ein Tier.
Bailey, Don, Phillip & Noah machen Rast

Nach der Pause durfte ich dann auch mal probieren. Sah auch meine Gelegenheit, zielte … „Shoot“ kam von Don hinter meinem Rücken … zu langsam. Ich schoss und brachte den Vogel auf Grund der zu großen Reichweite nur zum torkeln.
Den Zweiten erwischte Don aber dann glücklicher Weise gnadenlos. Der Vogel verabschiedete sich schnell und durfte sein Kopf behalten. Mehr Vögel haben wir dann nicht erwischt, irgendwie schienen sie verschwunden zu sein. Oder von anderen Jägern abgeschossen zu sein. Schließlich blickte sich ein oder zwei Pick-Up’s in jede Himmelsrichtung. Besetzt mit Männern mit ihren Söhnen und Gewehren.
Somit fuhren wir mit der Beute nach Hause, entfernten die Innereien aus den 2 Vögeln und werden sie die nächsten Tage dann wohl auch essen. Ich werde euch demnächst erzählen wie es geschmeckt hat.