Picknick in amerikanischer Weise

Zum ersten wollte ich erstmal ein Bild vom Studio zeigen.

Als nächstes zum Picknick heute. Dieses Picknick war eine Idee von Francie Jones, meiner Co-Koordinatorin in dem Bereich. Sie ist sowas wie eine Sorgeperson. Hinzu als Mitarbeiterin von der Organisation EF sorgt sie sich auch um Sachen wie Geld für die Ausflüge und all dies. Dieses Picknick war schon sehr amerikanisch mit einem schönen großen transportablen Grill, der mit dem Truck geliefert wurde.

Auf dem Bild ist übrigens auch noch Tim, aus Deutschland, zu sehen. Wie man sieht auch schwer beschäftigt. Es waren relativ starke und ungelegene Böen die das Essen der Hamburger und Hot-Dogs ein wenig erschwerte.

Auf dem Bild sehen wir im Hintergrund die Gastfamilie von Tim. (Siehe Bild oben). Am vorderen Tisch sitzen Nick, ein Freund von meinem kleinen Bruder Noah der gegenüber im sitzt. Neben Noah sitzt meine Mutter Lorri und die Dame zu ihr gewand ist Francie Jones. Das Mädchen zur linken ist ihre Tochter.

Während dem Picknick haben wir auch ein Softball (ähnelt Baseball)-Spiel gehabt und es hat Spaß gemacht. Ab und zu haben wir auch Football und Fußball gespielt. Zum Schluss kriegte jeder eine wenig Süßigkeiten und damit war der Tag auch zu Ende.

Work-Out

Neuerdings stehe ich ein wenig früher auf um ein wenig Frühsport zu treiben. Grundsätzlich bin ich immer um 5.30 Uhr aufgestanden, damit ich mit Frühstück und einem Duschgang pünktlich um 7.30 Uhr im Unterricht erscheine. Aber mit Frühsport im Fittnessstudio stehe ich nun um 4.30 Uhr auf, fahre mit einem guten Freund der Familie zum Studio und arbeiten ein gemütlichen eigenen Fitnessplan aus. Wie die meisten wissen habe ich in der ersten Unterrichtstunde 85 Minuten Weight-Lifting. Also ein schöner Trainingsplan am frühen Morgen.

„Morgenstund hat Gold im Mund“, nicht wahr?

Ich werde mich mal dran machen Fotos von mir im Studio zu machen. Die Studios hier sind eindeutig anders als die von Deutschland.

Homecoming Dance

 Ich in meinem Anzug.

Gestern war, wie ich schon im vorherigen Post geschrieben habe, der Homecoming Dance. Im Vergleich zu den deutschen Partys, war die Party für mich sehr ungewohnt.

Als ich reinkam war es stockfinster und ich konnte nur abwechselnd Gesichter erkennen, wenn der Blaustrahl vom DJ hinüber geleuchtet kam. Ansonsten stockfinster. Die Musik war auch gewöhnungsbedürftig. Zum einem war die Musik vom Bass her zu überdreht, sodass ich das Gefühl hatte die Boxen hätten den Geist aufgegeben. Zum zweiten wurde es sich nicht auf eine Musikrichtung gerichtet, sondern direkt auf zehn verschiedene. Da war Hip-Hop, Country, Pop und vieles mehr.

Zu diesem Event konnte man als Paar hingehen. War auch bei manchen der Fall, aber bis das Paar in der Halle war, zertrennte sich das Paar im Saal und wurde mit einem/r anderen gesichtet.

Letzter Punkt ist das im Saal nirgendswo irgendwelche Getränke waren, geschweige Snacks. Das einzige was leuchtend im Saal stand, waren die Getränkautomaten.

Homecoming

Schon eine Woche lief das Homecoming über das Thema „Men in Black“. Bedauerlicher Weise habe ich kein gutes Bildmaterial zur Verfügung. Aber ich denke ich werde demnächst noch bei dem einen oder anderen noch ein paar Bilder ergattern können.

Die Homecomingwoche war eigentlich einfach nur Fun. Jeden Tag der Woche war eine andere Ankleidungsthema vorgegeben, wie Alien oder Uniform. Das Homecoming läuft dann auf das Heimspiel der Footballmanschaft unserer Schule aus, was kräftig veranstaltet wird. Gestern war das Spiel und jedermann aus unserer Schule war in Schwarz gekleidet. Dazu wurden ein paar Texte einstudiert, um die eigene Mannschaft anzufeuern. Wir hatten gestrigen Tag auch eine vier Stunden Assembly Veranstaltung mit vielen Vorführungen von Theatergruppen und Musikgruppen. Größte Konzentrationspunkt war aber das Abstimmen der Homecoming-Queen und King von der Schule in jeder Jahresstufe.

Heute abend wir ein Homecomingdance stattfinden und ja ich werde hingehen und nein ich habe keine Tanzpartnerin. Ich werde mir einfach nur mal so ein bisschen diese Situation ansehen und mir ein weiteres Bild von amerikanischer Kultur machen.

Bis dann.

Meine Gast-Familie

Amerika besteht aus den verschiedensten Völkern der Welt. Eigentlich sind die einzigen heimischen Amerikaner die Indianer. Hinzu kamen erst nach der Entdeckung Amerikas die Spanier, Engländer und Franzosen. Mit der Zeit lebten sich dann immer mehr Länder in Amerika ein. Daher hat fast jeder Amerikaner einen Vorfahrenen aus einem anderen Kontinent.

Aber ich möchte euch mehr den Amerikaner aus meiner Sicht vorstellen. Meine Familie beispielsweise ist nett. Aber doch sind da so die Kleinigkeiten, die einen Deutschen aufregen, den Amerikaner vermutlich gewöhnlich ist.

Meine Familie neigt dazu sehr zu spontan zu sein und ein wenig in der Kommunikation zu versagen. Kleines Beispiel. Ich frage meine Gastmutter des öfteren was sie für das Wochenende vorschlägt oder ob sie etwas im Sinn hat zu tun. Darauf antwortet sie „nein“. Doch am Freitagmorgen zur Schule bekomme ich von meinem Gastvater mittgeteilt das sie nach der Schule direkt nach Phoenix wollten. Wegen dem Spiel von meinem kleinen Gastbruder. Ich natürlich ein wenig konfus aber habe selbstverständlich nicht beneind. Ich kann schlecht sagen „Kannst du mir das nächste Mal etwas früher sagen?“. Egal in welcher Tonart du das sagst, es kommt nicht gut an.

Das härteste war vor 2 Wochen als wir zwei Familienmitglieder zurück nach Kalifornien bringen mussten. Meine Gastmutter fragte mich vorerst ob ich mitkommen möchte. „Ja klar warum nicht“, ist ja auch nichts dabei. An dem Tag bringen wir die zwei Familienangehörige auf einer 6 Stunden Reise nach Kalifornien. Schön. Autotür auf, rausgelassen, Autotür zu und ab nach Hause … Ich stellte fest bei denen ist es in Amerika so als würden wir unsere Freunde in Deutschland nach einem Besuch nach Hause bringen. Von einem Stadtviertel zum anderen. Aber deren Stadtviertel hier in Amerika sind natürlich größer, daher muss man selbstverständlich länger fahren. Es mir aber schon schleierhaft so ein Trip zu machen. Mir wäre das unvorstellbar.

Na gut. Nächste Geschicht. Heute. Ich bereitete mich auf einen schönen Schlaf vor. Es war nichts geplant … oder doch?  Um 7.00 Uhr am Samstag zuckt mich irgendwas am Bein, bis ich herausstellte das es mein Gastvater war, und teilte mir mit das ein Footballspiel ist. Wieder mal von meinem kleinen Gast-Bruder. Ich glaube ich muss mir das noch ein wenig angewöhnen mit dieser Spontanität.

Jedenfalls habe ich noch gar kein Brettspiel hier entdeckt. Das einzige was die Familie mit Freunden und Kindern tut ist eine Sendung ansehen. „Reba“ oder „Reeba“ oder „Rabarbar“. Ist mir relativ Bärlistrauch.

Andere Sache die mir aufgefallen ist, dass meine Gastfamilie in regelmäßigen Abständen einen neuen Besucher aufnehmen. Wenn ich ankam waren die 2 jugendlichen Mädchen aus der Familie hier. Als die weg waren kam der Bruder von meinem Gastvater mit seiner Frau aus Oregon und verbrachten 2 Wochen hier. Wenn die dann schließlich weg waren, kam die Großmutter und sie ist heute auch noch da. Sie ist aber eine wirkliche nette Person und kommt gut mit Kindern zurecht. Sie kann einen Seehund perfekt nachahmen. Sie müsste nur noch mit den Händen klatschen wie ein Walroß und ich würde sie klatt als Dometscherin für Seehunde einstufen. Ich genieße ihren Aufenenthalt hier. Als nächstes kam dann eine Kollegin von meiner Gastmutter. Auch sie ist noch hier.

All dies ohne Ankündigung selbstverständlich. Vielleicht hätte ich das auch machen sollen, wenn mein Bruder mich besuchen wird. „Ach, sieh da mein Bruder. Habe ich dir schon gesagt das er mich besuchen wollte?“. Aber da ich sowas nicht kann und meiner Gastfamilie einen konkreten Termin geliefert habe wann mein Bruder mich besuchen möchte.

Ein weiteres Thema sind die Essensmanieren. Eine lustige Sache. Es ist ja allgemein bekannt dass die Amerikaner ihr Essen nur mit ihrer rechten Hand verspachteln können. Wenn wir Spaghetti gegessen haben, haben sie sich gewundert warum ich ein Löffel und Gabel benutze. „Na ja, so ist es mir beigebracht worden.“, antwortete ich als sie mich wegen meiner Essensart fragten. Darauf versuchten sie es nach zu machen, doch nach ein paar Tagen fingen sie wieder an ihre Kunst anzuwenden. Wieder eine weitere Feststellung. Amerikaner sind stolz auf ihre Eigenschaften. :-)

Nine Eleven

Heute vor 6 Jahren war der Terroranschlag in Manhatten auf die 2 Zwillingstürme. Eine schreckliche Tragödie und international verbreitet. In Manhatten mag großes Getrubel und Gedenken herrschen. Aber hier in Show Low ist nicht viel los. Geschweige denn Gedenken oder irgend etwas dergleichen. Es scheint als wären die Staaten hier in Amerika nicht wirklich sehr persönlich zusammen geknüpft. Es ist anscheinend das selbe Verhältniss, wie wir in Deutschland über den Terroranschlag denken. Ein belastender Meilenstein in der Geschichte … schon wahr. Weiter nichts.

Es ist nicht viel. Dieser Beitrag soll nur zeigen, dass ich noch da bin. Die nächsten Tage werde ich etwas mehr über Sitten meiner Familie, den Amerikanern und über anderes schreiben.

Statusbericht – Show Low/Schule/Allgemeinsituation

Einige haben mich ja schon bebitten, etwas über die Landschaft von Show Low zu reden. Ich tue es erst jetzt, da ich noch nicht viel über Show Low wusste. Aber jetzt denke ich, kann ich zu Genüge Informationen geben.

Show Low war einst Opfer eines sehr großen Brandes, verursacht bei einem Picknick, dass sich etwa ca. 30 Meilen entlang Show Low zieht. Ein Wald aus dem dunklsten Schwarz. Die Stadt wurde zum Glück durch die Feuerwehr nicht beschadet. Die Stadt ist noch von Waldebenen umziert und lässt den Waldbrand vergessen. Show Low ist 72.3 km² und ist mit ca. 9.100 Menschen bewohnt. Erwähnte ich, dass diese gesamte Anzahl von Menschen während dem Waldbrand evakuiert wurde. Na ja, jetzt wisst ihr es.

Deutsche Kultur ist hier durch ein amerikanisches Resteraunt, benannt nach „The Munich Haus“, vertreten. Bisher war ich noch nicht drinn, aber habe vor meine Gastfamilie eines Tages dorthin einzuladen.

Show Low … es ist an sich eine wirklich sehr schöne und ansehenswerte Stadt. Es hat alles, ein Krankenhaus mit Hubschrauberlandeplätzen, große Einkaufszentren, Freizeitpärke, Seen und gute Schulen.

Ich besuche die „Blue Ridge“ Highschool und bin in der 11. Klasse. Also Junior. Die Schule ist die größte, und am besten empfohlene Schule im Bezirk. Die Schule ist mit Kameras ausgerüstet, einzelnen Naturwissenschaftenbungalows, Sportplätzen und 3 verschiedenen Jahre-Schulen.

Hat sonst jemand noch spezielle Fragen. Ich sollte in der Lage sein sie zu beantworten.

BBQ – Barbecue

Heute und gestern war es Zeit für eine typische amerikanische Sitte, dem Barbecue. Sollte jedem bekannt sein. Schließlich ist es in Deutschland ganz gut verbreitet und beliebt. Ich hatte gestern und heute den Montag ein BBQ. Heute ist für mich frei, wegen dem amerikanischen Feiertag „Labor Day“. Meinem ersten Ferientag hier in den Staaten.

Der Grillherr

Am Sonntag waren wir auswärts bei Freunden und feierten Geburtstag von einem kleinen 12-jährigen Mädchen. Zu dem waren alte bekannte Freunde von meinem Gastvater Don dort, die extra von El Centro, Kalifornien angereist kamen (und am Montag auch dabei waren). Don kennt sie über 17 Jahre von sämtlichen Rennen kreuz durch Amerika. Don war übrigens auch einmal in einem Rennen in Spanien aktiv. Wie dem auch sei.  Es war ein netter Abend. Das Haus war auch sehr anspruchsvoll dekoriert. Cowboykram überall soweit das Auge reicht. Zudem waren dort 2 Bekannte von Lorri und Don, dessen Großeltern in Europa lebten und per Boot nach Amerika kamen. Die eine kam von Italien und die ander aus Deutschland!! Ich habe sofort gewusst, dass es mit dem Weltkrieg zusammen hang. Womit ich bei Nachfrage auch Recht hatte. Den Rest des Beitrags lesen »

Mit Jagd hat unsere Existenz angefangen.

Heute morgen wurde um 3.00 Uhr aufgestanden und ohne jegliche Frühstück (nur Kaffee mit einem Schuss Schokolade, Zucker und Milch) zum Jagdpunkt gefahren. 2 Stunden betrug die Fahrt und führte in die Nähe von Phoenix, in einem abgelegenen Städtchen mit großen Weiden, der ideale Ort zum jagen.

Noah auf Spähe

Ich fuhr also mit Vater Don, meinen 2 Gastgeschwister Phillip und Noah, und Labrador Bailey durch das trockene Gelände, das mit ein paar offenen Wasserpipelines ausgestattet war. Da ein paar nicht aktiv waren und ausgetrocknet waren, nutzten wir diese als Schanze. An dem Tag durften nur Vögel geschossen werden. Pro Person 10 Vögel am Tag. Resultat des Tages waren aber nur insgesamt 2, geschossen von Don. Den ersten Treffer tätigte er direkt am ersten Punkt. Eine Gruppe von Vögeln lungerte auf dem Boden herum. Eins von ca. 20 wurde dann von Don erwischt. Dann kam der Moment vor dem ich mich den ganzen Tag zuvor gefürchtet habe. Der Vogel war nicht Tod, der Todestoß musste folgen. Noah schlug vor es einfach zu erschießen. Aber Don bevorzugte eine andere Variante, die Fotos habe ich mir freiwillig verkniffen habe. Er ließ den 5-jährigen Labrador „Bailey“ zum Vogel und ließ ihn einmal zubeißen und ließ es sich anschließend bringen. Dann kam es schlimmer, der Vogel hat den Löffel immer noch nicht abgegeben. So packte Don den Kopf des Vogels und schmiss ihn in einem gelernten Winkel auf dem Boden, sodass ich nicht mitbekam, wieso der Kopf des Vogels auf einmal vom Körper abgetrennt war. Die letzten Befehle strömten noch durch den Kopf des Vogels, indem der Vogel noch kläglich sein Schnabel auf und zu bewegt. Die letzten Nervenimpulse strömen durch den Körper.

 

Ich hob den Körper dann auf und es fühlte sich wirklich komisch … und neu an. Der Körper zuckte, als würde die Organe noch ihren Prozess fort führen. Ich dachte auch, dass das Herz weiter schlug. Bis es es langsamer und langsamer wurde und schließlich abstarb. Der Körper blieb aber noch warm, von den Kugeln die seine Flügel verkrüppelten.

 

Es war für mich keine tolle Erfahrung, aber ich dachte mir es war eine notwendige Erfahrung. Ich denke das sowas überwunden werden sollte. Wir sind aufgewachsen als Jäger und verbleiben heutzutage größten Teils in Verweichlichung. Es ist jedermanns Ansichtsache, ob er das einmal erlebt haben möchte oder nicht. Ich denke es ist vergleichbar mit dem ersten Fang eines Fisches. Man fängt ihn, man schlägt ihn tot, köpft ihn und nimmt abschließend die Gedärme aus. Letztendlich läuft alles auf das gleiche aus. Man tötete ein Tier.

Bailey, Don, Phillip & Noah machen Rast

 

Nach der Pause durfte ich dann auch mal probieren. Sah auch meine Gelegenheit, zielte … „Shoot“ kam von Don hinter meinem Rücken … zu langsam. Ich schoss und brachte den Vogel auf Grund der zu großen Reichweite nur zum torkeln.

 

 

 

Den Zweiten erwischte Don aber dann glücklicher Weise gnadenlos. Der Vogel verabschiedete sich schnell und durfte sein Kopf behalten. Mehr Vögel haben wir dann nicht erwischt, irgendwie schienen sie verschwunden zu sein. Oder von anderen Jägern abgeschossen zu sein. Schließlich blickte sich ein oder zwei Pick-Up’s in jede Himmelsrichtung. Besetzt mit Männern mit ihren Söhnen und Gewehren.

 

 

 

Somit fuhren wir mit der Beute nach Hause, entfernten die Innereien aus den 2 Vögeln und werden sie die nächsten Tage dann wohl auch essen. Ich werde euch demnächst erzählen wie es geschmeckt hat.